Home

Adresse

Arbeitsstelle Frieden und Umwelt, Tel. 0 62 32 / 67 15 0, info@nospamfrieden-umwelt-pfalz.de

Servicenavigation

E-Roller oder E-Bike zur Ausleihe für Kirchengemeinden

Dietmar von Blittersdorff vor der Kirche in Gommersheim

Die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt möchte Pfarrerinnen und Pfarrern sowie sonstigen Mitarbeitenden den Gedanken der E-Mobilität näher bringen. Dazu stellt sie einen E-Roller oder ein E-Bike für zwei bis vier Wochen kostenfrei zur Verfügung, denn nur im praktischen Gebrauch läßt sich der Klimaschutz- und Spaßfaktor erleben.

Mal schnell nach Gommersheim ...

Von Neustadt-Geinsheim nach Gommersheim sind es knapp 3 Km. Um die Umwelt zu schonen, verzichte ich natürlich auf das Auto, denn ich habe gute schadstoffarme Alternativen.Heute soll es der E-Roller sein, denn ich brauche für diesen Artikel ein Bild mit dem E-Roller vor der Protestantischen Kirche in Gommersheim. Ich fahre durch das Neubaugebiet von Geinsheim und habe auf die Stufe 1 des Niu N1s runtergeschaltet. So weiß ich, dass ich die 30 Km im Wohngebiet nicht überschreite. Ich gleite fast lautlos dahin und ernte nach dem Vorbeifahren einen erstaunten Blick, denn der bekannte Roller-Geräusch-Pegel fehlt. Am Ende biege ich auf die Gommersheimer Straße ein und passiere nach 200 Meter das Ortsausgangsschild. Jetzt schalte ich auf Stufe 3, denn ich befinde mich auf der Landstrasse 530. Mit dem Fahrrad hätte ich den Fahrradweg entlang der Gommersheimer Str. benutzt. Mit dem E-Roller ist dieser tabu. Also muss ich mich daran gewöhnen, dass mich auf der Landstraße bei Tempo 49 mehrere PKW’s überholen. Aber alle fahren mit großem Abstand an mir vorbei oder warten, bis der Gegenverkehr ein Überholen möglich macht. Kurz nach dem Ortseingang fahre ich in die Kirchstraße und schon sehe ich die Protestantische Kirche Gommersheim, bekannt auch als eine der zwei Radwegekirchen der Evangelischen Kirche der Pfalz. Hier platziere ich den Roller vor dem Logo „Radwegekirche“ und bitte einen freundlichen Herrn ein Foto zu machen.Was zeigt diese kleine Geschichte. Nachhaltige Mobilität ist heute so leicht wie nie. Wir haben schadstoffarme Alternativen je nach Entfernung, Zeit, Transportkapazität: zu Fuß, mit dem Fahrrad oder E-Bike, mit dem E-Roller, mit Bus oder Bahn.Haben wir Sie neugierig gemacht? Wollen Sie es selbst ausprobieren?

Das Fazit von Wolfgang Glitt, Pfarrer der Kirchengemeinde Ensheim-Eschringen-Mandelbachtal, nach 3 Wochen E-Bike Ausleihe: 

"Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Besonders sinnvoll fand ich, dass ich nach längerer Zeit der Fahrradabstinenz, mit Unterstützung des Elektromotors, langsam wieder Muskeln und Gelenke schonend aufbauen konnte. Darüber hinaus habe ich manche Dienstfahrt mit dem Fahrrad gemacht, bei der ich sonst unweigerlich mit dem Auto gefahren wäre. Dies betraf beispielsweise Besuche bei Gemeindegliedern oder auch die Fahrt in die hochgelegene Klinik zum Krankenbesuch. 

Da sich die Kirchengemeinde Ensheim-Eschringen-Mandelbachtal über sehr hügeliges Terrain erstreckt und insgesamt zehn Dörfer versorgt werden müssen, geriet so mancher Weg zum Dienst zur Nebenbei-Erholung. Dies war für mich ein wichtiger Aspekt, um Stress abzubauen bzw. Erlebnisse z.B. nach Trauer-Gesprächen zu verarbeiten. Es hat also einen körperlich und seelisch wohltuenden Aspekt, sich auf diese Pedal- und Motor-gestützte Beförderungsart einzulassen. 

Da ich das Auto oftmals stehen ließ, war auch dem Umweltgedanken genüge getan. Die Ladung des 500-Watt-Akkus reichte für jeweils etwa 80 bis 100 km und war unkompliziert zu bewerkstelligen. Der Akku ließ sich problemlos aus der Halterung am Fahrrad entfernen und dann ins Haus an die heimische Steckdose mitnehmen.

Aus dieser Erfahrung heraus kann ich den Kauf eines E-Bikes nur sehr empfehlen. Ich werde dies auf jeden Fall in nächster Zeit angehen.

 

Fahrbericht E-Roller von Pfarrer Hauth, Eisenberg/Ramsen

Vom 13. bis zum 31.Juni konnte ich im Rahmen eines Modelversuchs unsere Landeskirche den E-Roller NIU im Dienst fahren. Ich fahre seit 30 Jahren einen Roller, allerdings bis auf eine 2jährige Ausnahme eine Benziner.
Das Rollerfahren an sich ist für mich eine ausgesprochen sinnvolle und passende Art der Fortbewegung. Schnelle, sparsame und doch bequeme Mobilität ist mir wichtig.
In den knapp drei Wochen bin ich knapp 350 km gefahren und war dabei 14 mal an der Steckdose. Ich konnte eine durchschnittliche Reichweite von ca. 42 km errechnen. Man muss darauf achten, dass man immer ausreichend Reserve in den Akkus hat um einen erwarteten Bedarf abdecken zu können -  denn schnell mal eben „tanken“, geht nicht. Eine Aufladung des Akkus, wenn er denn relativ leer ist, braucht über 5 Stunden. Das führt dazu, dass man nur sehr selten in den Bereich fahren kann, in dem der Akku nur noch 30% anzeigt, denn dann gibt es nur noch 5-8 km Reichweite – also man kommt dann noch nach Hause. ?Ich brauchte an vielen Tagen die gesamte Reichweite, um meinen dienstlichen Bedarf abzudecken, so dass ich aber auch oft nach Tagen mit weniger km trotzdem über Nacht aufgeladen habe.
Die relativ geringe Reichweite - andere Nutzer gehe von deutlich mehr aus - liegt daran, dass ich auf allen Strecken deutliche Steigungen zu bewältigen habe (bis zu 19% Steigung) und deshalb die 1500 W Nennleistung des Elektromotos an ihre deutlichen Grenzen kommt. Der Roller schaffte diese Steigungen leider nur in einem deutlich reduzierten Tempo – eine Steigung zum Beispiel, die täglich auf meinem Weg liegt, nur mit 23 km/h.??Mein nächster E-Roller muss deshalb deutlich höher motorisiert sein, damit er den Anforderungen hier in und um Eisenberg angemessen ist.
Trotzdem ist das elektrische Fahren ein Vergnügen. Das fast lautlose Dahingleiten ist übrigens in keiner Situation irgendwie gefährlich geworden. Das Wissen mit selbst produziertem Solarstrom sehr sparsam unterwegs zu sein, ist eine gute Sache.
Das Fahrzeug selbst ist gut zu handhaben und leicht zu fahren. Die entnehmbare Batterie macht das Lade-Management gut organisierbar.
Bei meinem Gewicht gibt es allerdings ein sehr ernstes Problem: der Seitenständer touchiert bei manchen Linkskurven die Straße, was im schlechtesten Fall mit einem Sturz enden kann. Das müsste bei einem Dauereinsatz bei mir dringend und sofort geändert werden.
Mein erster E-Roller war ein VR-one, der allerdings vor 3 Jahren technisch noch nicht ausgereift war, so dass ich nach Ablauf der Garantiezeit nicht weiter investierte. Die E-Technik hat aber inzwischen deutlich dazu gelernt. Ich werde mir wieder einen E-Roller kaufen, denn das macht nicht nur Spaß, sondern auch richtig Sinn.

Karl-Ludwig Hauth
Juli 2018

 

Zum Technischen:

Der E-Roller hat eine Reichweite von 45 km unter Normalbedingungen, bis 80 km im Notfall bei reduzierter Geschwindigkeit. Er fährt maximal 45 km/h und ist damit für einen üblichen Führerschein zugelassen. Eingebaut ist ein Bosch-Motor mit 2.400 Watt Leistung. Der Akku kann zum Laden herausgenommen werden oder über eine Steckdose geladen werden.

Der Ausstoß von Emissionen ist mit 21 g CO2/km bei Normalstrom im Vergleich zum PKW mit circa 160 g CO2/km sehr gering. Die Betriebkosten liegen unter einem Euro pro 100 km. 

Mehr unter: https://www.trankvile.de/E-Roller-NIU-N1s

Für die Ausleihe von E-Bikes arbeiten wir mit mehreren Verleihstationen zusammen. Bei der Modellauswahl können wir auf Ihre Wünsche eingehen.

StartseiteKontakt | Impressum  Copyright 2014 Ev. Mediendienst, Speyer