Neues Faktenblatt zu beheizbaren Stuhl- und Bankauflagen

Die Klimaschutzziele der Landeskirche haben auch für die Beheizung von Kirchen Konsequenzen. Einer der Ansatzpunkte ist, die Temperatur des Innenraums zu reduzieren und den Besucher*innen mit körpernahen Heizsystemen den Aufenthalt angenehmer zu gestalten. Eine Variante dieser Temperierungssysteme sind beheizte Sitzkissen und Sitzbankauflagen. In diesem Faktenblatt ist kurz und knapp zusammengestellt, was zu beachten ist und welche Kosten zu erwarten sind. In der Marktübersicht sind die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Faktenblatts bekannten und verfügbaren Modelle von 14 Herstellern mit ihren Eigenschaften benannt.
Das Faktenblatt hat die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt in Kooperation mit dem Netzwerk Energie und Kirche herausgegeben.

 

Kirchengemeinden hängen 180 Nist- und Futterkästen auf

Über die Wintermonate haben prot. Kirchengemeinden der Pfalz 180 Nist- und Futterkästen für Vögel und Fledermäuse auf ihren Grundstücken aufgehängt. Darum finden nun Singvögel pünktlich zum Frühling eine artgerechte Behausung auf kirchlichen Grünflächen. In vielen Gemeinden wurden die Kästen in Gruppenaktionen gemeinsam zusammengebaut. 

Die junge, pfälzische Firma „Erdenfreund“ lieferte die Tierhäuschen. Sie sind aus regionalem Holz hochwertig gebaut und berücksichtigen die artspezifischen Bedürfnisse der Vögel und Fledermäuse.

Die Kirchengemeinden haben sich auf einen Aufruf des Projektes "Käferkarawane - Artenvielfalt in Kirchengemeinden" gemeldet. Eine Förderung der Landes Rheinland-Pfalz über die Aktion Grün macht es möglich, dass die Gemeinden die Kästen kostenlos erhalten konnten.

 

Neues aus der Förderlandschaft

Für Projekte für Artenvielfalt im Siedlungsbereich hat die Bundesregierung ein neues Förderprogramm aufgelegt: "Natürlicher Klimaschutz in Kommunen". Auch kirchliche Einrichtungen sind als Körperschaft öffentlichen Rechts antragsberechtigt. Für sie kommen die Maßnahmen "Pflanzung von Bäumen" und "Naturoasen" in Frage. Der Zuschuss beträgt 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Wenn eine Einrichtung ein größeres Projekt plant, das über die Fördermöglichkeiten des Förderprogramms "Käferkarawane - Artenvielfalt in Kirchengemeinden" hinausgeht, könnte es in Frage kommen. Mehr dazu unter www.kfw.de/444.

Für das Förderprogramm des Bundes für Energiesanierung von Gebäuden können für Einzelmaßnahmen für die energetische Verbesserung der Gebäudehülle weiterhin Anträge gestellt werden. Anträge für die Förderung von neuen Heizungen mit erneuerbaren Energieträgern in Nichtwohngebäuden können derzeit nicht gestellt werden. Näheres steht in der Fördermittelliste.

 

Aktion für das Europäische Lieferkettengesetz in Mainz

Etwa 30 Vertreterinnen und Vertreter der 120 Mitgliedsorganisationen der Initiative Lieferkettengesetz, auch der Ev. Kirche der Pfalz und des Bistums Speyer, haben am Nachmittag des 1. Februar vor den Parteizentralen der Landesverbände von FDP und SPD gefordert, das EU-Lieferkettengesetz nun endlich auf den Weg zu bringen.

Bei der Kundgebung machte Hanna Fuhrbach von Fridays for Future Neustadt deutlich, dass viele Unternehmen das Lieferkettengesetz befürworten: „Nur sieben Prozent der Betriebe lehnt es ab, Menschenrechte und Umweltstandards in der Lieferkette zu respektieren. Einige arbeiten schon jetzt daran und fordern explizit strengere Richtlinien. Ein Rückzug des Gesetzes wäre eine Katastrophe für alle Betroffenen von Ausbeutung in den Lieferketten.“ Im Anschluss gaben die Teilnehmenden ihre Botschaft der SPD-Landesgeschäftsführerin Daniela Hohmann und dem SPD-Pressesprecher Matthias Schmidt im persönlichen Gespräch mit. Sie sicherten zu, die Anliegen der Demonstrierenden an die Bundes-SPD weiterzugeben.

Das EU-Lieferkettengesetz hat zum Ziel, Menschenrechte und Klimaschutz in der unternehmerischen Praxis sicherzustellen. So müssten große Unternehmen einen Plan vorweisen, der sicherstellt, dass ihre Geschäftstätigkeit mit dem Pariser Abkommen zum Klimawandel vereinbar ist. Auch sollen große Unternehmen zukünftig in Verantwortung genommen werden können, wenn sie von Kinder- oder Zwangsarbeit außerhalb der EU profitieren. Neben den 20 Trägerorganisationen unterstützen weitere 120 Organisationen die Initiative Lieferkettengesetz, darunter die Evangelische Kirche der Pfalz (Prot. Landeskirche) und das Bistum Speyer.

 

Handreichung: Klimaneutraler Gebäudebestand für die Ev. Kirche der Pfalz

Mit der vorliegenden Broschüre möchten wir Ihnen eine Arbeitshilfe an die Hand geben, um Ihre Planungen hin zu einem treibhausgasneutralen Gebäudebestand handhabbarer zu machen und Ihnen die strategische Planung zu erleichtern. Sie bietet eine gemeinsame Grundlage, eine Basis für Berechnungen und technische Lösungen.

Die Evangelische Kirche der Pfalz mit ihren vielen Gemeinden steht vor der Herausforderung, bis 2035 die Treibhausgasemissionen im Gebäudebetrieb um neunzig Prozent zu verringern. Bis 2030 sollen die Gebäudekosten um 30 Prozent reduziert werden. Beide Ziele leuchten aufgrund der Finanzsituation und der Klimaerhitzung ein, dennoch stellen sich bei der Umsetzung viele Fragen.

Für den Bereich des Klimaschutzes geben diese Handlungsempfehlungen Hinweise. Sie zeigen Optionen auf, wie das Ziel der Treibhausgasneutralität im Gebäudebestand erreicht werden kann. Das Papier stellt Maßnahmen vor und bewertet sie anhand der Wirkungen auf die CO2-Bilanz, der Kosten und sinnvollen Einsatzgebieten. Die quantitativen Abschätzungen können dabei jeweils nur grobe Richtwerte geben. Für die gebäudebezogenen, konkreten Entscheidungen über Investitionen braucht es immer individuelle Betrachtungen.

Die Abschätzung der Maßnahmen auf die CO2-Reduktion und die Kosten sind im Text grafisch hervorgehoben. In den Kapiteln 5 und 6 werden die Wirkungen aller Maßnahmen in einer Tabelle zusammenfassend dargestellt und die Rechenwege erläutert.

In diesen Handlungsempfehlungen liegt der Schwerpunkt auf den investiven Maßnahmen, um die Gemeinden beim Prozess „Räume für morgen“ zu unterstützen. Eine Ergänzung im Bereich der geringinvestiven Maßnahmen gibt der „Energiespar-Ratgeber“, den die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt 2023 aktualisiert hat.