Rückschau und Zukunftsbilder der Arbeitsstelle
Tätigkeitsbericht für die Synode auf die Jahre 2024 und 2025
Einen Einblick in die geleistete Arbeit und die Zukunftsbilder der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt gewinnen Sie mit diesem Tätigkeitsbericht. Unter dem Blickwinkel, wie sich gesamtkirchliche Arbeit in Zukunft aufstellen kann, beleuchten wir abgeschlossene Projekte, benennen zentrale Herausforderungen der Gegenwart für Kirche und Gesellschaft und stellen Thesen für Zukunftsbilder für die Kirche auf. Dies aus der Perspektive unserer Themenfelder Frieden und Schöpfung.

Foto: Sonja Klingberg-Adler

Plant Ihre Kirchengemeinde eine Photovoltaik-Anlage? Dann noch bis Ende 2026 umsetzen!
Derzeit bereitet die Bundesregierung die Novellierung der Gesetze rund um Erneuerbare Energien vor. Der Arbeitsentwurf des Ministeriums sieht erhebliche Änderungen des Erneuerbare-Energie-Gesetzes vor, die die Rahmenbedingungen der Wirtschaftlichkeit von NEUEN kirchlichen Photovoltaik-Anlagen erheblich verschlechtern würden.
Fragen zu Ihrem Photovoltaik-Projekt? Kommen Sie zu unserem Online-Themenabend am Montag, 24. August, 19.00 - 20.30 Uhr!
- Input zu Wirtschaftlichkeit und aktueller Situation
- Frage- und Austauschrunde
Mit dabei von der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt: Sonja Klingberg-Adler und Sibylle Wiesemann
Bitte um Anmeldung bis 20. August unter: umwelt@frieden-umwelt-pfalz.de. Wir schicken daraufhin einen Zoom-Link zu.
Zusätzlich möchten wir Sie auf die online Informations-Abende des Solarförder-Vereins hinweisen:
- 25. August, 18.00 Uhr: PV auf Bestandsgebäuden https://www.sfv.de/aktuelles/termine/pv-auf-bestandsgebaeuden
- 9. September, 18.00 Uhr: Wie erkenne ich ein gutes PV-Angebot? https://www.sfv.de/aktuelles/termine/wie-erkenne-ich-ein-gutes-pv-angebot
Die Info-Abende des SFV sind zwar nicht speziell für kirchliche Gebäude, bieten aber wertvolle Grundlagen von sehr qualifizierten Referent*innen.
Die neuen Regelungen zur Einspeisevergütung sind noch im Abstimmungsprozess, sind also noch nicht fix. Dennoch: Wenn Sie in puncto Förderung sichergehen möchten, sollten Sie ihr Photovoltaik-Projekt noch 2026 umsetzen!
So ist für Neuanlagen ab 2027 im Ministeriumsentwurf unter anderem vorgesehen:
- Abschaffung der festen Einspeisevergütung, insbesondere für Anlagen kleiner als 25 kW, wie sie häufig für kirchliche Dächer vorgesehen sind. Auch Betreiber kleinerer Anlagen sollen in Zukunft gezwungen werden, ihren Strom eigenständig über den Markt zu verkaufen, was zusätzlichen Verwaltungsaufwand bedeuten kann.
- Wegfall des Volleinspeise-Bonus. Dies ist gerade für PV-Anlagen auf kirchlichen Gebäuden ein Einschnitt, da in Gemeindehäusern und Kirchen häufig nur wenig Sonnenstrom selbst verbraucht wird. Bisher sind reine Einspeiseeinlagen bei Häusern mit geringem Stromverbrauch oft wirtschaftlich.
- Verpflichtende Messeinrichtung für Fernsteuerbarkeit auch für kleine Anlagen, was die Installationskosten erhöht.
Es sind gerade Anlagen- und Betreiberkonzepte, wie sie für kirchliche Gebäude typisch sind, die ab 2027 wahrscheinlich oft nicht mehr wirtschaftlich sind. Zum Beispiel eine Anlage mittlerer Größe, 20 kWp auf einer Kirche mit kaum Eigenverbrauch. Mehr zum Ministeriumsentwurf hier: https://www.dgrv.de/news/arbeitsentwurf-zur-eeg-novelle-2027-bekannt-geworden/
Falls das Gebäude, für das Sie eine PV-Anlage planen, unter Denkmalschutz steht, ist eine frühzeitige Beteiligung mit der Bauabteilung unbedingt nötig, um noch eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung erhalten zu können.
Für Sonnenkraftwerke, die noch zwischen dem 1. August und 31. Dezember 2026 installiert und angeschlossen werden, bleibt es bei der bisherigen Einspeisevergütung über 20 Jahre:
- Bei reiner Einspeisung: 12,23 Cent/kWh bis 10 kW; 10,25 Cent/kWh Leistungsanteil ab 10 kW bis 100 kW
- Bei Eigenverbrauch und Einspeisung: 7,71 Cent/kWh bis 10 kW; 6,67 Cent/kWh Leistungsanteil zwischen 10 und 40 kW
Für jedes Kalenderjahr kann der Betreiber zwischen den Betriebsweisen Volleinspeisung und Überschusseinspeisung mit Eigenverbrauch wählen. Dies bedeutet Flexibilität und ist gerade vor dem Hintergrund der kirchlichen Gebäudeprozesse von Vorteil. Für viele Gebäude, die langfristig im Eigentum von kirchlichen Trägern verbleiben, sind Photovoltaik-Anlagen immer noch eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Investition sowie ein Beitrag für eine krisensichere Energieversorgung.

„Glasarche“ im Biosphärenreservat Bliesgau
Von Orgelmeditation zu Abendlob in der Bliesaue
Im Zeitraum vom 25. August bis 02. November 2026 wird die neun Meter lange Skulptur „Glasarche 3“ in der Biosphäre Bliesgau zu Gast sein. Sie wird in Schwarzenacker am Skulpturenweg hinter dem Römermuseum ankern. In diesem Zeitraum wird der Skulpturenweg zum Veranstaltungsort. Ein vielfältiges Programm wird in diesem besonderen Landschaftsraum mit Themen Schöpfung, Spiritualität, Kultur, ökologischer Gerechtigkeit und zum Gesellschaftszusammenhalt für alle Generationen angeboten. Lassen Sie sich von einem Spaziergang zur Glasarche und über den Skulpturenweg inspirieren oder nehmen Sie an den Veranstaltungen teil.
Alle Veranstaltungen finden Sie auf der Webseite der kath. Pfarrei Heilige Familie, die Initiator und Leiter des ökumenischen Projektes ist. Weitere Projektpartner, wie die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt, sind dabei. Nähere Informationen können Sie auch dem Flyer entnehmen.
Alle Hintergründe zum Projekt Glasarche und vorherige Standorte finden Sie auf den Seiten des Leihgebers, dem Landschaftspflegeverein mittleres Elstertal e.V.

Schöpfungszeit 2026
1.9. - 4.10.2026
Die Erwachsenenbildung Freiburg bietet während der Schöpfungszeit tägliche Online-Impulse an, engagiert und meditativ. Ein Beispiel können Sie sich hier ansehen.
Sie erhalten die Impulse unter www.geerdetglauben.de/schoepfung

Kurs "Misch Dich ein!"
Kursdauer: 3. September 2026 - 3. Juni 2027
Unsere Welt ist in Aufruhr: ständige Schreckensnachrichten beschäftigen viele Menschen und lösen Gefühle von Ohnmacht aus. Gleichzeitig gibt es weltweit Gegenbewegungen: Menschen und Organisationen, die sich für eine gerechte und zukunftsfähige Welt einsetzen. Wer sich in diese Bewegung einklinken mag, der ist bei dem Kurs "Misch Dich ein!" genau richtig.
Alle weiteren Informationen gibt es im Flyer.
Bei Fragen können Sie sich gerne an Sibylle Wiesemann wenden: sibylle.wiesemann@evkirchepfalz.de

Wald und Spirit – Wir sind Kirche im Pfälzer Wald
Dieses ökumenische Projekt dreht sich um neue Formen naturverbundener christlicher Spiritualität. Die beiden neuen Stelleninhaberinnen Mirjam Skubski (Prot. Dekanat Speyer) und Christine Mootz (Bistum Speyer) werden dazu Angebote entwickeln, für Einzelne und auch gerne in Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden. Grundüberzeugung ist, dass die Bewahrung der Schöpfung und die Suche vieler Menschen nach Sinn und Spiritualität zu den zentralen Herausforderungen und Chancen unserer Zeit gehören. Im Rahmen des Formats „waldwärts“ laden sie einmal monatlich für etwa 2 Stunden durch den Wald und haben dabei Phasen der Stille, Elemente des Austauschs, Körperwahrnehmungsübungen und einen einfachen Impuls. Die Termine hierfür und nähere Informationen erhalten Sie auf https://www.wald-und-spirit.de/

Mit den Kirchenwahlen 2026 neue Energiebeauftragte gewinnen
Werden Sie Energiebeauftragte*r! Wir brauchen Sie!
Gestalten Sie Klimaschutz ganz konkret mit, in Ihrer Kirchengemeinde! Schon einfache Maßnahmen können den Energieverbrauch senken, die Gemeindekasse entlasten und einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Friedenssicherung leisten. Fachwissen ist dafür nicht erforderlich – Schulungen, Beratung und praktische Unterstützung erhalten Sie von der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt. Bringen Sie Ihre Ideen und Ihr Engagement ein und helfen Sie mit, Kirche und Zukunft nachhaltig zu stärken. Karin Busch macht es vor: Dank ihrem Engagement spart die Kirchengemeinde Landau 7.000 Euro Energiekosten pro Jahr ein und entlastet das Klima.
Mit diesen zwei Flyern erhalten Sie einen Einblick in die wichtige Arbeit der Energiebeauftragten:
Natürlicher Klimaschutz in Kommunen
Förderprogramm
Mithilfe von Bundesfördermitteln unterstützt die Evangelische Kirche der Pfalz ihre Kirchengemeinden und Einrichtungen dabei, Bäume und Sträucher zu pflanzen und zu erhalten. Auch in Ihrer Gemeinde!
Mit dem neuen Förderprogramm können über 200 Bäume und viele Meter Hecke gepflanzt und gepflegt sowie alte Bäume in ihrem Wachstum unterstützt werden. Die Förderquote beträgt 80 Prozent, so dass der Eigenanteil der Einrichtungen und Gemeinden bei 20 Prozent liegt. Gemeinden werden beraten und bei der Umsetzung unterstützt.
Mehr dazu hier
